30 Jahre Haft ist nur Symbol
Das vom internationalen Gericht in Phnom Penh ausgesprochene Urteil von 30 Jahren Haft gegen den Folterchef Duch hat nur Symbolwert. Wichtigstes Ergebnis des Prozesses war die teilweise Aufarbeitung der Schreckensherrschaft der Roten Khmer.
Dafür hat das UN-Tribunal, an dem sich auch Deutschland finanziell und personell beteiligt hat, einen wichtigen Beitrag geleistet.
Es wurde jedoch im Prozess ausgeklammert, warum die USA und China die Roten Khmer immer noch als Machthaber anerkannten, als 1978 große Teile Kambodschas durch Vietnam von der Schreckensherrschaft der Roten Khmer befreit wurden.
Mit dem Urteil gegen Folterchef Duch darf jedoch der Aufarbeitungsprozess nicht zu Ende sein, sondern die weiteren Angeklagten, darunter der ehemalige Staatschef Khieu Samphan, müssen vor dem UN-Tribunal in Phnom Penh ihr Gerichtsverfahren erhalten.
Es wäre ebenfalls notwendig, dass die „Killing Fields“ und das Vernichtungslager S-21 zu würdigen Gedenkstätten gestaltet werden. Daran sollte sich auch Deutschland beteiligen.