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Jürgen Koppelin Thailand

Gespannte Ruhe in Bangkok


Hochhäuser im Bau in Bangkok
© H. Lange
12. Oktober 2008:

Demonstranten wollen nicht aufgeben
Einen Tag nach den blutigen Unruhen mit hunderten Verletzten herrscht in der thailändischen Hauptstadt Bangkok gespannte Ruhe. Sicherheitskräfte patrouillierten in den Strassen und Soldaten zeigten Präsenz vor dem weiter von Demonstranten belagerten Amtssitz von Ministerpräsident Somchai Wongsawat.
Somchai verteidigte das Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten am Vortag. Bei den Auseinandersetzungen waren zwei Menschen getötet und mindestens 455 weitere verletzt worden.

"Krise der demokratischen Prinzipien"

Somchai sagte vor 67 Botschaftern in Bangkok, die Sicherheitskräfte hätten im Rahmen des Gesetzes gehandelt. "Die Demonstranten wollten das Parlament stürmen", sagte der Regierungschef. Sie seien "nicht friedlich" gewesen.

Seine Regierung werde in der Krise internationalen Gesetzen und demokratischen Prinzipien entsprechend handeln, versicherte Somchai. Ausländische Investitionen in Thailand seien nicht gefährdet.

"Rücktritt ausgeschlossen"

Seinen Rücktritt oder vorgezogene Neuwahlen schliesst Somchai bislang aus. Einer seiner Stellvertreter, Chavalit Yongchaiyudh, hatte am Dienstag wegen des Polizeieinsatzes seinen Rücktritt eingereicht. Somchai hatte erst vor drei Wochen das Amt als Regierungschef angetreten.

Die Opposition wies die Schuld für die gewaltsame Eskalation der Proteste der Polizei zu, die Tränengas und Rauchbomben eingesetzt hatte.
"Unsere Freunde wurden wegen der Polizei getötet", ließ eine Sprecherin der Volksallianz für die Demokratie (PAD) verlauten.

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