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Jürgen Koppelin Aktuelles

Koppelin: Mixa muss Militärseelsorge niederlegen


© Bundeswehr
Der stellvertretende FDP-Fraktionschef Jürgen Koppelin fordert in der Missbrauchsdebatte um Augsburgs Bischof Walter Mixa dessen Rücktritt als Militärbischof. Die öffentliche Diskussion werde auch zu einer Belastung für Mixas Aufgaben als höchster katholischer Geistlicher für die Bundeswehr, sagte Koppelin am Samstag in Berlin. Schließlich brauche der Bischof die Autorität seines Amtes gegenüber den Soldaten der Bundeswehr. Mixas eigenes Verhalten habe diese Autorität aber untergraben und schwer beschädigt. Koppelin betonte: "Damit hat auch seine Aufgabe als Militärbischof eindeutig Schaden genommen."

Statt offen mit den gegen ihn erhobenen Missbrauchs-Vorwürfen umzugehen habe Mixa zu lange geschwiegen, kritisierte der FDP-Politiker weiter. Da dem Bischof "die Einsicht eines notwendigen Rücktritts" fehle, bleibe nur die Forderung an den Geistlichen, sich zurückzuziehen und seine Aufgaben als Militärbischof umgehend niederzulegen. Koppelin betonte: "Nicht Sturheit zeichnet einen Militärbischof aus, sondern Offenheit und Einsicht."

Mixa hatte zuvor eingeräumt, dass er «als langjähriger Lehrer und Stadtpfarrer im Umgang mit sehr vielen Jugendlichen die eine oder andere Watsch'n von vor zwanzig oder dreißig Jahren natürlich nicht ausschließen» könne. Der Bischof betonte zugleich: "Falls es zu Ohrfeigen gekommen sein sollte, bedauere ich das heute aufrichtig." Zunächst hatte er die Vorwürfe abgestritten.

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