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Jürgen Koppelin Aktuelles

Thailand bleibt gespaltenes Land


(c) sxc.hu
Die vorläufigen Wahlergebnisse der stattgefundenen Parlamentswahl in Thailand zeigen ein zutiefst gespaltenes Land, das in eine unsichere Zukunft geht. Bereits im Wahlkampf wurde das deutlich, nie zuvor gab es eine solche Aggressivität vor Parlamentswahlen, bei der viele Kandidaten nur unter starkem Polizeischutz um Wählerstimmen werben konnten.
Mit dem Sieg der Pheu Thai-Partei und ihrer Spitzenkandidatin Yingluck Shinawatra, einer Schwester des früheren gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra, wird es vermutlich eine unsichere Zukunft für das ostasiatische Land geben. Eine Rückkehr von Thaksin Shinawatra, der in Thailand in Abwesenheit wegen Korruption zu zwei Jahren Haft verurteilt wurde und zur Zeit in Dubai mit einem Diplomatenpass von Nicaragua lebt, könnte eventuell erneut zum Eingreifen des thailändischen Militärs führen. Die Aussage von Thaksin, der seine Schwester "Mein Klon", nennt, zeigt welche Risiken der Wähler in Thailand eingegangen sind.

Dringend benötigte neue Arbeitsplätze in Thailand durch ausländische Investoren sind durch das Wahlergebnis unwahrscheinlicher geworden. Es ist der bis jetzt regierenden Demokratischen Partei Thailands von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva zu raten, den Wählerwillen mit einer hohen Wahlbeteiligung von über 70 Prozent zu akzeptieren, um erneutes Blutvergießen zu verhindern. Die gewaltsamen Straßenprotesten der vergangenen Jahre, teilweise anscheinend von Thaksin unterstützt, dürfen sich nicht wiederholen.

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