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Jürgen Koppelin POLITIK

UN Sonderberater Willi Lemke teuer erkauft


Quelle: UN Photo Library
BERLIN. Der haushaltspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion,
Jürgen KOPPELIN, erklärt:

Die schwarz-rote Koalition hat heute der Entsperrung von 450.000 Euro
zur Förderung des Amtes des Sonderberaters für Sport bei den Vereinten
Nationen beschlossen. Damit soll erreicht werden, dass für Willi Lemke,
derzeit Senator für Inneres und Sport der Freien Hansestadt Bremen, der
Posten erkauft wird. Zusätzlich kommen 90.000 Euro aus dem Ministerium
für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für einen
Verbindungsbeamten in New York dazu. Insgesamt kostet es den
Deutschen Steuerzahler über 540.000 Euro, die Stelle des Sonderberaters
für den Sport bei den Vereinten Nationen zu erkaufen.

Das Willi Lemke nun zukünftig die UN-Sportpolitik in einem Büro in
Bremen koordiniert, ist kaum zu erklären. Es macht den Vorgang nicht
besser, dass studentische Hilfskräfte ihn dabei unterstützen sollen.
Auch die Frage, warum Willi Lemke deutsche Steuergelder für
„repräsentative Zwecke“ bekommt, kann die schwarz-rote Koalition nicht
beantworten.
Zudem ist es nicht nachvollziehbar, dass sich Deutschland als einer der
größten Geldgeber der UN einen Posten erkaufen muss.
Der Mitbewerber für das Amt des UN-Sonderberaters für Sport ist das
brasilianische Fussballidol Pele. Der ist für den deutschen Steuerzahler
kostenlos, hat allerdings nicht das Parteibuch der SPD.
Die Entsorgung eines Bremer Senators kostet damit über 540 000 Euro.

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