Vertreter der Dänischen Minderheit besuchen Koppelin im Bundestag
Vertreter der Dänischen Minderheit unter Führung des SSW-Vorsitzenden Flemming Meyer besuchten Jürgen Koppelin im Deutschen Bundestag, um sich über die Situation in Schleswig-Holstein und im deutsch-dänischen Grenzgebiet auszutauschen. Im Gespräch mit dem FDP-Haushaltspolitiker ging es vor allem um finanzielle Fragen.
Koppelin betonte dabei die Verantwortung des Bundes für die Minderheiten: „Die Bonn-Kopenhagener Erklärungen heißen auch so, weil Sie zwischen den Staaten und ihren Regierungen geschlossen wurden. Die Bundesregierung steht hier in der Verantwortung.“
Im vergangenen Jahr hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages auf Koppelins Initiative hin beschlossen, dass aus dem Etat des Bundesministeriums des Innern die Schulen und Kindergärten der dänischen Minderheiten 2011 einen Zuschuss von 3,5 Millionen Euro erhalten. Dringend notwendig wurde das Bekenntnis des Bundes zu den Minderheiten auch, weil das Lang Schleswig-Holstein die Förderung der Minderheiten nicht länger leisten konnte.
Koppelin sicherte auch für die kommenden Haushaltsberatungen seine Unterstützung zu und betonte, wie wichtig langfristige Planungssicherheit für die Minderheit sei.
Neben der Minderheitenpolitik ging es in dem Gespräch auch um die Konflikte in der deutsch-dänischen Grenzregion. Die Minderheitenvertreter zeigten sich sehr besorgt über die von der dänischen Regierung geplanten Grenzkontrollen. So hoffe die Minderheit sehr, dass nicht alte Ressentiments geweckt würden und sich die deutsch-dänischen Beziehungen langfristig verschlechtern würden.