DU LÄSST DICH GEH'N (TU T'LAISSES ALLER) Musik/franz.Text: Charles Aznavour dtsch.Text: Ernst Bader
Du bist so komisch anzuseh'n. Denkst Du vielleicht, ich find' das schön? Wenn Du mich gar nicht mehr verstehst und mir nur auf die Nerven gehst? Ich trinke schon die halbe Nacht und hab' mit dadurch Mut gemacht, um Dir heut' endlich zu gesteh'n, ich kann Dich einfach nicht mehr seh'n. Mit Deiner schlampigen Figur gehst Du mir gegen die Natur!
Mir fällt bei Dir nichts and'res ein, als Tag und Nacht nur brav zu sein. Seit Wochen leb' ich neben Dir und fühle gar nichts neben mir, nur Dein Geschwätz so leer und dumm. Ich habe Angst, das bringt mich um! Ja früher warst Du lieb und schön... Du lässt Dich geh'n! Du lässt Dich geh'n!
Du bildest Dir doch wohl nicht ein, Du könntest reizvoll für mich sein, mit Deinen unbedeckten Knien, wenn Deine Strümpfe Wasser zieh'n. Du läufst im Morgenrock herum; ziehst Dich zum Essen nicht mal um, Dein Haar da baumeln kreuz und quer die Lockenwickler hin und her. Und schiefe Hacken obendrein! Wie fiel ich nur auf sowas rein?
Vor meinen Freunden gibst Du an und stellst mich hin als Hampelmann. Das bringt mich nachts sogar im Traum im tiefen Schlaf noch auf den Baum! Ich hab' gedacht, Du hast mich lieb, als ich für immer bei Dir blieb. Wenn Du nur still wär'st, das wär' schön! Du lässt Dich geh'n, Du lässt Dich geh'n!
Bei Tag und Nacht denk' ich daran, ob das nicht anders werden kann. Du bist doch schließlich meine Frau, doch werd' ich nicht mehr aus Dir schlau. Zeig' mir doch, dass Du mich noch liebst, wenn Du Dir etwas Mühe gibst, mit einem kleinen Lächeln nur. Und tu' auch was für die Figur! Dann hätt' ich wieder neuen Mut, und alles würde wieder gut.
Sei doch ein bisschen nett zu mir, damit ich Dich nicht ganz verlier'. Denk' an die schöne Zeit zurück, die Liebe auf den ersten Blick, wie ich am Abend zu Dir kam und Dich in meine Arme nahm. An meinem Herzen, das wär' schön, da lass Dich geh'n, da lass Dich geh'n!
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WIE SIE SAGEN COMME ILS DISENT Musik/franz.Text: Charles Aznavour dtsch.Text: Eckart Hachfeld
Ich wohn' alleine mit Mama In einem alten Haus ganz nah Bei dem Theater Und da ich immer einsam war Hab' ich noch ein Kanari-Paar Und einen Kater Mama strengt alle Arbeit an Ich geh' zum Markt und koche dann Mit viel Routine Ich wasche ab und mache rein Und näh', sollt' es nötig sein Auf der Maschine Mir macht fast jede Arbeit Spaß Weil ich Gefühl für Form und Maß Und Stil besitze Doch nachts erwacht erst mein Genie Denn in der Kunst der Travestie Da bin ich Spitze Bewundert ist mein Striptease-Akt Am Ende steh' ich völlig nackt Ich kann das wagen Und alle Gäste rings im Raum Die trauen ihren Augen kaum Ich bin ein Homo, wie sie sagen
Mit Freunden wird die Nacht gezecht Da wird nach Neigung und Geschlecht Nicht unterschieden In irgendeiner Bar am Eck Da spült man die Komplexe weg Und ist zufrieden Wir reden von den Leuten dann Die unsereins nicht riechen kann Die wir entsetzen Wir spotten mit Humor und Geist Mit scharfem Witz, der lachend beißt Statt zu verletzen Mitunter finden Kerle sich Die suchen laut und lächerlich uns nachzumachen Sie haben Freude wie ein Kind Uns arme Teufel, die wir sind Noch auszulachen Sie sind im Ton und Gang bemüht So, wie man uns von außen sieht Sich zu betragen Wenn es auch mancher übelnimmt Mich läßt es kalt, weil es ja stimmt Ich bin ein Homo, wie sie sagen
Wenn dann der neue Tag erwacht Kehr' ich zurück in meine Nacht Der Einsamkeiten Das Kleid und die Perücke fällt Ich bin ein Clown vor aller Welt Nur da zu leiden Ich schlafe nicht, ich liege wach Ich träume Liebesstunden nach Die freudlos blieben Und von dem Jungen, der.. verdammt.. Mich immer wieder neu entflammt Ihn heiß zu lieben Doch keinem werd' ich dieses Leid Den süßen Schmerz der Zärtlichkeit Je anvertrauen Er, der zum Wahnsinn mich gebracht Liegt nämlich leider jede Nacht Im Bett bei Frauen Nein, keiner hat von euch das Recht Hier als entartet oder schlecht Mich anzuklagen Der Grund, daß ich so anders bin Liegt von Natur aus in mir drin Ich bin ein Homo, wie sie sagen
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COMME ILS DISENT (Paroles et Musique : Charles Aznavour) Charles Aznavour (France) - 1973
J'habite seul avec maman Dans un très vieil appartement rue Sarasate J'ai pour me tenir compagnie Une tortue deux canaris et une chatte. Pour laisser maman reposer Très souvent je fais le marché et la cuisine Je range, je lave, j'essuie, A l'occasion je pique aussi à la machine. Le travail ne me fait pas peur Je suis un peu décorateur un peu styliste Mais mon vrai métier c'est la nuit. Je l'exerce en travesti, je suis artiste. Jai un numéro très spécial Qui finit en nu intégral après strip-tease, Et dans la salle je vois que Les mâles n'en croient pas leurs yeux. Je suis un homo comme ils disent.
Vers les trois heures du matin On va manger entre copains de tous les sexes Dans un quelconque bar-tabac Et là on s'en donne à c?ur joie et sans complexe On déballe des vérités Sur des gens qu'on a dans le nez, on les lapide. Mais on fait ça avec humour Enrobé dans des calembours mouillés d'acide On rencontre des attardés Qui pour épater leurs tablées marchent et ondulent Singeant ce qu'ils croient être nous Et se couvrent, les pauvres fous, de ridicule Ça gesticule et parle fort. Ça joue les divas, les ténors de la bêtise. Moi les lazzi, les quolibets Me laissent froid puisque c'est vrai. Je suis un homo comme ils disent.
A l'heure où naît un jour nouveau Je rentre retrouver mon lot de solitude. J'ôte mes cils et mes cheveux Comme un pauvre clown malheureux de lassitude. Je me couche mais ne dors pas Je pense à mes amours sans joie si dérisoires. A ce garçon beau comme un Dieu Qui sans rien faire a mis le feu à ma mémoire. Ma bouche n'osera jamais Lui avouer mon doux secret mon tendre drame Car l'objet de tous mes tourments Passe le plus clair de son temps au lit des femmes Nul n'a le droit en vérité De me blâmer de me juger et je précise Que c'est bien la nature qui Est seule responsable si Je suis un "homme oh" comme ils disent. |
VOR DEM WINTER
Musik: Charles Aznavour Text: Michael Kunze
Ich war noch ziemlich unerfahren mit meinen zwanzig Knabenjahren und Du warst sechzehn und voll Träumen wir lagen unter Blütenbäumen wir beide waren ja noch Kinder denn das war lange vor dem Winter
Nach uns'ren ersten heissen Küssen plagte uns heftig das Gewissen doch bald hielt ich heftig dich umschlungen im Bett aus Gras und Frühlingsblümen wir fühlten uns wie grosse Sünder doch das war lange vor dem Winter
Und wenn auch keiner davon wusste es kaum so wie es kommen musste man sah's Dir an nach einer Weile man traute uns in aller Eile ich liess mich führen wie ein Blinder doch das war lange vor dem Winter
Dann musste ich zu den Soldaten mit Rucksack und Gewehr beladen man lehrte mich an Hass zu glauben ich liess mir viel Träume rauben ich küsste and're schöne Kinder doch es war nie wie vor dem Winter
Heut' sind die Strassen voller Steine verflogen sind die bunten Träume die Blütenbäume sind erfroren ich stehe vor verschloss'nen Toren Vor Sehnsucht nach dem Land dahinter das ich bewohnte vor dem Winter
.. vor dem Winter..vor dem Winter... Winter |
Yerushalaim
De temps en temps Comme un enfant Ma pensée te dessine Yerushalaim De loin en loin Tu n' est plus qu' un Rêve qui tombe en ruine Yerushalaim
Tel ces émigrants Dont les yeux brûlants S' ouvrent à l' écho de ton nom D' au-delà des mers Souvent à travers D' hostiles et dures régions J' étais venu Mains vides et pieds nu À toi Yerushalaim
Pour me garder Tu as cloué L' amour dans ma poitrine Yerushalaim Où sont mes joies N' y a-t-il pas De bonheur sans épines ? Yerushalaim
Tout s' est acharné Pour nous déchirer Et le brouillard de nos pleures A troublé l' azur Élevant un mur Entre son c�ur et mon c�ur Mais j' ai en moi L' espoir toutefois Que l' amour encore Renaisse et vive encore Pour nous à Yerushalaim
Charles Aznavour: Ich halte Dich schon warm
Musik: Aznavour dtsch.Text: W. Brandin
Der Herbst packt seine Koffer jetzt, Helene Der Winter hat sein buntes Kleid zerfetzt Was du tätst? Schau nicht so entsetzt, Helene ich halte dich schon warm ich halte dich schon warm
Geh'n wir zum Träumen an die Seine, Helene ein letztes grünes Fleckchen finden wir wenn's doch zu kühl wird rück zu mir, Helene Ich halte dich schon warm Ich halte dich schon warm
Dazu lege ich sofort für alle Fälle gleich meinen Arm um dich und frierst du auch dann zieh ich dir auf der Stelle noch meine Jacke an
Wenn dann vielleicht der Wind sich dreht, Helene Und nun aus Norden noch viel kälter weht Dräng dich an mich so nah es geht, Helene Ich halte dich schon warm Ich halte dich schon warm
Zwingt die Kälte uns dann doch zu fliehen Ich bring dich und mein Glück in Sicherheit Mein kleines Zimmer ist nicht weit, Helene Ich halte dich schon warm Ich halte dich schon warm
Ich schliess die Fenster und die Jalousien Ich sperr die Tür von innen zweimal zu Und mach ein Feuer an im Nu, Helene Ich halte dich schon warm Ich halte dich schon warm
Ich werd mit dem Holz für dich bestimmt nicht geizen Ist keins mehr da was soll's? Dann werd ich komplett die Möbel noch verheizen Nur eines nicht, das Bett
Frierst du dann trotz allem doch, Helene Noch fester leg ich nur um dich den Arm Und lieb dich zehnmal heisser noch, Helene Ich halte dich schon warm Ich halte dich schon warm |  Eintrittskarte zum Aznavour Konzert Charles Aznavour: Yesterday when I was young
Yesterday when I was young, The taste of life was sweet as rain upon my tongue, I teased at life as if it were a foolish game, The way the evening breeze may tease a candle flame; The thousand dreams I dreamed, The splendid things I planned I always built, alas, on weak and shifting sand; I lived by night and shunned the naked light of day And only now I see how the years ran away.
Yesterday, when I was young, So many drinking songs were waiting to be sung, So many wayward pleasures lay in store for me And so much pain my dazzled eyes refused to see, I ran so fast that time and youth at last ran out, I never stopped to think what life was all about And every conversation I can now recall concerned itself with me, and nothing else at all.
Yesterday the moon was blue, and every crazy day brought something new to do, I used my magic age as if it were a wand, and never saw the waste and emptiness beyond; The game of love I played with arrogance and pride and every flame I lit too quickly, quickly died; The friends I made all seemed somehow to drift away And only I am left on stage to end the play. There are so many songs in me that won't be sung, I feel the bitter taste of tears upon my tongue, The time has come for me to pay for Yesterday When I was Young. Was young
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