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Jürgen Koppelin Bilder meines Lebens

Charles Aznavour

Da bewundert man einen großen Star....und dann sitzt man mit ihm zwei Tage und Abende in der Künstlergarderobe der Berliner Deutschlandhalle zusammen: Charles Aznavour.
Charles Aznavour ist zwar nur 1,63 cm groß, und doch gehört er für mich zu den "Größten".
Wer seine Auftritte erlebt hat, wenn das Licht im großen Saal nur allein auf ihn gerichtet ist, der erkennt, wie ein großer Künstler aus einer großen Show eine intime Veranstaltung machen kann.
Er ist der "Napoleon des Chansons".
Charles Aznavour wurde am 22.Mai 1924 in Paris geboren. Sein Geburtsname lautet: Aznavourian Varenagh.
Sein Vater war Flüchtling aus Armenien, entdeckt wurde auch er wie Yves Montand, Eddie Constantine , Gilbert Becaud von Edith Piaf.
Aznavour hat auch in zahlreichen Filmen gespielt.

 

Wegen inzwischen zahlreicher Nachfragen die Autogramm-Adresse:
Aznavour, Charles - c/o Levon Sayan, 76-78 aveneue des Champs-Élysées, 75008 Paris
(ohne Gewähr)


Mein Autogramm von Charles Aznavour
 

 


Der größte Erfolg in Deutschland:
''Du läßt Dich geh'n''

DU LÄSST DICH GEH'N
(TU T'LAISSES ALLER)
Musik/franz.Text: Charles Aznavour
dtsch.Text: Ernst Bader


Du bist so komisch anzuseh'n.
Denkst Du vielleicht, ich find' das schön?
Wenn Du mich gar nicht mehr verstehst
und mir nur auf die Nerven gehst?
Ich trinke schon die halbe Nacht
und hab' mit dadurch Mut gemacht,
um Dir heut' endlich zu gesteh'n,
ich kann Dich einfach nicht mehr seh'n.
Mit Deiner schlampigen Figur
gehst Du mir gegen die Natur!

Mir fällt bei Dir nichts and'res ein,
als Tag und Nacht nur brav zu sein.
Seit Wochen leb' ich neben Dir
und fühle gar nichts neben mir,
nur Dein Geschwätz so leer und dumm.
Ich habe Angst, das bringt mich um!
Ja früher warst Du lieb und schön...
Du lässt Dich geh'n!
Du lässt Dich geh'n!

Du bildest Dir doch wohl nicht ein,
Du könntest reizvoll für mich sein,
mit Deinen unbedeckten Knien,
wenn Deine Strümpfe Wasser zieh'n.
Du läufst im Morgenrock herum;
ziehst Dich zum Essen nicht mal um,
Dein Haar da baumeln kreuz und quer
die Lockenwickler hin und her.
Und schiefe Hacken obendrein!
Wie fiel ich nur auf sowas rein?

Vor meinen Freunden gibst Du an
und stellst mich hin als Hampelmann.
Das bringt mich nachts sogar im Traum
im tiefen Schlaf noch auf den Baum!
Ich hab' gedacht, Du hast mich lieb,
als ich für immer bei Dir blieb.
Wenn Du nur still wär'st, das wär' schön!
Du lässt Dich geh'n, Du lässt Dich geh'n!

Bei Tag und Nacht denk' ich daran,
ob das nicht anders werden kann.
Du bist doch schließlich meine Frau,
doch werd' ich nicht mehr aus Dir schlau.
Zeig' mir doch, dass Du mich noch liebst,
wenn Du Dir etwas Mühe gibst,
mit einem kleinen Lächeln nur.
Und tu' auch was für die Figur!
Dann hätt' ich wieder neuen Mut,
und alles würde wieder gut.

Sei doch ein bisschen nett zu mir,
damit ich Dich nicht ganz verlier'.
Denk' an die schöne Zeit zurück,
die Liebe auf den ersten Blick,
wie ich am Abend zu Dir kam
und Dich in meine Arme nahm.
An meinem Herzen, das wär' schön,
da lass Dich geh'n, da lass Dich geh'n!


WIE SIE SAGEN
COMME ILS DISENT
Musik/franz.Text: Charles Aznavour
dtsch.Text: Eckart Hachfeld

Ich wohn' alleine mit Mama
In einem alten Haus ganz nah
Bei dem Theater
Und da ich immer einsam war
Hab' ich noch ein Kanari-Paar
Und einen Kater
Mama strengt alle Arbeit an
Ich geh' zum Markt und koche dann
Mit viel Routine
Ich wasche ab und mache rein
Und näh', sollt' es nötig sein
Auf der Maschine
Mir macht fast jede Arbeit Spaß
Weil ich Gefühl für Form und Maß
Und Stil besitze
Doch nachts erwacht erst mein Genie
Denn in der Kunst der Travestie
Da bin ich Spitze
Bewundert ist mein Striptease-Akt
Am Ende steh' ich völlig nackt
Ich kann das wagen
Und alle Gäste rings im Raum
Die trauen ihren Augen kaum
Ich bin ein Homo, wie sie sagen

Mit Freunden wird die Nacht gezecht
Da wird nach Neigung und Geschlecht
Nicht unterschieden
In irgendeiner Bar am Eck
Da spült man die Komplexe weg
Und ist zufrieden
Wir reden von den Leuten dann
Die unsereins nicht riechen kann
Die wir entsetzen
Wir spotten mit Humor und Geist
Mit scharfem Witz, der lachend beißt
Statt zu verletzen
Mitunter finden Kerle sich
Die suchen laut und lächerlich
uns nachzumachen
Sie haben Freude wie ein Kind
Uns arme Teufel, die wir sind
Noch auszulachen
Sie sind im Ton und Gang bemüht
So, wie man uns von außen sieht
Sich zu betragen
Wenn es auch mancher übelnimmt
Mich läßt es kalt, weil es ja stimmt
Ich bin ein Homo, wie sie sagen

Wenn dann der neue Tag erwacht
Kehr' ich zurück in meine Nacht
Der Einsamkeiten
Das Kleid und die Perücke fällt
Ich bin ein Clown vor aller Welt
Nur da zu leiden
Ich schlafe nicht, ich liege wach
Ich träume Liebesstunden nach
Die freudlos blieben
Und von dem Jungen, der.. verdammt..
Mich immer wieder neu entflammt
Ihn heiß zu lieben
Doch keinem werd' ich dieses Leid
Den süßen Schmerz der Zärtlichkeit
Je anvertrauen
Er, der zum Wahnsinn mich gebracht
Liegt nämlich leider jede Nacht
Im Bett bei Frauen
Nein, keiner hat von euch das Recht
Hier als entartet oder schlecht
Mich anzuklagen
Der Grund, daß ich so anders bin
Liegt von Natur aus in mir drin
Ich bin ein Homo, wie sie sagen

COMME ILS DISENT
(Paroles et Musique : Charles Aznavour) Charles Aznavour (France) - 1973

J'habite seul avec maman
Dans un très vieil appartement rue Sarasate
J'ai pour me tenir compagnie
Une tortue deux canaris et une chatte.
Pour laisser maman reposer
Très souvent je fais le marché et la cuisine
Je range, je lave, j'essuie,
A l'occasion je pique aussi à la machine.
Le travail ne me fait pas peur
Je suis un peu décorateur un peu styliste
Mais mon vrai métier c'est la nuit.
Je l'exerce en travesti, je suis artiste.
Jai un numéro très spécial
Qui finit en nu intégral après strip-tease,
Et dans la salle je vois que
Les mâles n'en croient pas leurs yeux.
Je suis un homo comme ils disent.

Vers les trois heures du matin
On va manger entre copains de tous les sexes
Dans un quelconque bar-tabac
Et là on s'en donne à c?ur joie et sans complexe
On déballe des vérités
Sur des gens qu'on a dans le nez, on les lapide.
Mais on fait ça avec humour
Enrobé dans des calembours mouillés d'acide
On rencontre des attardés
Qui pour épater leurs tablées marchent et ondulent
Singeant ce qu'ils croient être nous
Et se couvrent, les pauvres fous, de ridicule
Ça gesticule et parle fort.
Ça joue les divas, les ténors de la bêtise.
Moi les lazzi, les quolibets
Me laissent froid puisque c'est vrai.
Je suis un homo comme ils disent.

A l'heure où naît un jour nouveau
Je rentre retrouver mon lot de solitude.
J'ôte mes cils et mes cheveux
Comme un pauvre clown malheureux de lassitude.
Je me couche mais ne dors pas
Je pense à mes amours sans joie si dérisoires.
A ce garçon beau comme un Dieu
Qui sans rien faire a mis le feu à ma mémoire.
Ma bouche n'osera jamais
Lui avouer mon doux secret mon tendre drame
Car l'objet de tous mes tourments
Passe le plus clair de son temps au lit des femmes
Nul n'a le droit en vérité
De me blâmer de me juger et je précise
Que c'est bien la nature qui
Est seule responsable si
Je suis un "homme oh" comme ils disent.


VOR DEM WINTER

Musik: Charles Aznavour
Text: Michael Kunze


Ich war noch ziemlich unerfahren
mit meinen zwanzig Knabenjahren
und Du warst sechzehn und voll Träumen
wir lagen unter Blütenbäumen
wir beide waren ja noch Kinder
denn das war lange vor dem Winter

Nach uns'ren ersten heissen Küssen
plagte uns heftig das Gewissen
doch bald hielt ich heftig dich umschlungen
im Bett aus Gras und Frühlingsblümen
wir fühlten uns wie grosse Sünder
doch das war lange vor dem Winter

Und wenn auch keiner davon wusste
es kaum so wie es kommen musste
man sah's Dir an nach einer Weile
man traute uns in aller Eile
ich liess mich führen wie ein Blinder
doch das war lange vor dem Winter

Dann musste ich zu den Soldaten
mit Rucksack und Gewehr beladen
man lehrte mich an Hass zu glauben
ich liess mir viel Träume rauben
ich küsste and're schöne Kinder
doch es war nie wie vor dem Winter

Heut' sind die Strassen voller Steine
verflogen sind die bunten Träume
die Blütenbäume sind erfroren
ich stehe vor verschloss'nen Toren
Vor Sehnsucht nach dem Land dahinter
das ich bewohnte vor dem Winter

.. vor dem Winter..vor dem Winter... Winter


Yerushalaim

De temps en temps
Comme un enfant
Ma pensée te dessine
Yerushalaim
De loin en loin
Tu n' est plus qu' un
Rêve qui tombe en ruine
Yerushalaim

Tel ces émigrants
Dont les yeux brûlants
S' ouvrent à l' écho de ton nom
D' au-delà des mers
Souvent à travers
D' hostiles et dures régions
J' étais venu
Mains vides et pieds nu
À toi Yerushalaim

Pour me garder
Tu as cloué
L' amour dans ma poitrine
Yerushalaim
Où sont mes joies
N' y a-t-il pas
De bonheur sans épines ?
Yerushalaim

Tout s' est acharné
Pour nous déchirer
Et le brouillard de nos pleures
A troublé l' azur
Élevant un mur
Entre son c�ur et mon c�ur
Mais j' ai en moi
L' espoir toutefois
Que l' amour encore
Renaisse et vive encore
Pour nous à Yerushalaim

Charles Aznavour:
Ich halte Dich schon warm

Musik: Aznavour
dtsch.Text: W. Brandin

Der Herbst packt seine Koffer jetzt, Helene
Der Winter hat sein buntes Kleid zerfetzt
Was du tätst? Schau nicht so entsetzt, Helene
ich halte dich schon warm
ich halte dich schon warm

Geh'n wir zum Träumen an die Seine, Helene
ein letztes grünes Fleckchen finden wir
wenn's doch zu kühl wird rück zu mir, Helene
Ich halte dich schon warm
Ich halte dich schon warm

Dazu lege ich sofort für alle Fälle
gleich meinen Arm um dich
und frierst du auch dann
zieh ich dir auf der Stelle
noch meine Jacke an

Wenn dann vielleicht der Wind sich dreht, Helene
Und nun aus Norden noch viel kälter weht
Dräng dich an mich so nah es geht, Helene
Ich halte dich schon warm
Ich halte dich schon warm

Zwingt die Kälte uns dann doch zu fliehen
Ich bring dich und mein Glück in Sicherheit
Mein kleines Zimmer ist nicht weit, Helene
Ich halte dich schon warm
Ich halte dich schon warm

Ich schliess die Fenster und die Jalousien
Ich sperr die Tür von innen zweimal zu
Und mach ein Feuer an im Nu, Helene
Ich halte dich schon warm
Ich halte dich schon warm

Ich werd mit dem Holz für dich bestimmt nicht geizen
Ist keins mehr da was soll's?
Dann werd ich komplett die Möbel noch verheizen
Nur eines nicht, das Bett

Frierst du dann trotz allem doch, Helene
Noch fester leg ich nur um dich den Arm
Und lieb dich zehnmal heisser noch, Helene
Ich halte dich schon warm
Ich halte dich schon warm

 


Eintrittskarte zum Aznavour Konzert

Charles Aznavour:
Yesterday when I was young


Yesterday when I was young,
The taste of life was sweet as rain upon my tongue,
I teased at life as if it were a foolish game,
The way the evening breeze may tease a candle flame;
The thousand dreams I dreamed,
The splendid things I planned
I always built, alas,
on weak and shifting sand;
I lived by night and shunned the naked light of day
And only now I see how the years ran away.

Yesterday, when I was young,
So many drinking songs were waiting to be sung,
So many wayward pleasures lay in store for me
And so much pain my dazzled eyes refused to see,
I ran so fast that time and youth at last ran out,
I never stopped to think what life was all about
And every conversation I can now recall concerned itself
with me, and nothing else at all.

Yesterday the moon was blue,
and every crazy day brought something new to do,
I used my magic age as if it were a wand,
and never saw the waste and emptiness beyond;
The game of love I played with arrogance and pride
and every flame I lit too quickly, quickly died;
The friends I made all seemed somehow to drift away
And only I am left on stage to end the play.
There are so many songs in me that won't be sung,
I feel the bitter taste of tears upon my tongue,
The time has come for me to pay for Yesterday
When I was Young.
Was young

 

 

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