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Jürgen Koppelin - Thailand

Demonstrationen in Bangkok beendet.


Demonstranten in Thailand
© J. Koppelin
Nach den heftigen Demonstrationen, bei denen es zwei Tote und über 120 Verletzte gegen hat, wollen sich die Anhänger des früheren Ministerpräsidenten Thaksin zurückziehen. Sie haben die Demonstranten aufgefordert, nach Hause zu gehen, schreibt die englischsprachige Zeitung

The Nation" Kurz zuvor hatte Thaksin seine Rothemden" noch aufgefordert, in Thailand für eine Revolution zu kämpfen. Ebenso verstärkte Thaksin, der im Ausland lebt, seine massive Kritik indirekt am Königshaus, in dem er den Rücktritt des wichtigsten Beraters des Königs forderte.

Zuvor hatten die roten" Demonstranten das geplante Tagungshotel in dem thailändischen Badeort Pattaya gestürmt, in dem die Fortsetzung der ASEAN-Konferenz stattfinden sollte.
Protestplakate während den Demonstrationen
© J. Koppelin

An der Konferenz wollte die Regierungschefs der ASEAN-Staaten und Chinas teilnehmen. Die Konferenz musste dann wenige Stunden vorher aus Sicherheitsgründen abgesagt werden. Verschiedene Konferenzteilnehmer, die bereits angereist waren, wurden mit Hubschraubern ausgeflogen. Für die thailändische Regierung von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva war das eine politische Fiasko, da Thailand zur Zeit den Vorsitz der ASEAN-Staaten inne hat.

In der Woche vor Ostern waren zeitweise über 120.000 Regierungsgegner(Rothemden) auf die Straße gegangen.

Die Auslöser der Proteste vom Donnerstag war die Entscheidung von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva, Konsumgutscheine über 2.000 Baht (40 Euro) an sozial Schwache zu verteilen, um die Konjunktur anzukurbeln. Thaksin befürchtet, dass es dadurch zu einer Abwendung seiner Anhänger von ihm kommen könnte.

Ministerpräsident Abhisit lobte den Einsatz der Sich
Der ehemalige Regierungschef Thaksin
erheitskräfte. Sie hätten Schlimmeres verhindert, sagte er. Die Regierung hat am Oster-Sonntag den Ausnahmezustand verhängt und in Bangkok ein Versammlungsverbot erlassen. Weil die Anführer der Demonstranten dagegen verstoßen haben, werden sie nun strafrechtlich verfolgt. Der Polizeichef des Landes kündigte an, dass gegen sie Haftbefehle ausgestellt würden, um sie anschließend vor Gericht stellen zu können.

Der früheren Regierungschefs Thaksin hat die arme Landbevölkerung hinter sich, während die jetzige Regierung vor allem von der Mittelschicht und den Unternehmern unterstützt wird, die aus den südlichen Provinzen Thailands und der Hauptstadt Bangkok kommen.
König Bhumibol

Es verstärkt sich immer mehr der Eindruck, dass Thaksin die Monarchie im Falle des Ablebens des Königs abschaffen will, um selber Präsident zu werden.

 

Mehrere europäische Regierungen haben von Reisen nach Thailand abgeraten.

 

Weitere Bilder von Demonstranten:


Demonstranten in Thailand
© J. Koppelin

Demonstranten in Thailand
© J. Koppelin

Demonstranten in Thailand
© J. Koppelin
 

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Rothemden", wie sie nach ihren roten T-Shirts im Unterschied zu den Gelbe" genannt werden, werfen der Regierung, im Dezember mit illegalen Mitteln an die Macht gekommen zu sein. Sie unterstützen den ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra, der 2006 bei einem Militärputsch gestürzt wurde und jetzt im Exil lebt. Während die «Gelben» zumeist den städtischen Eliten angehören, kommen die «Roten» aus den nördlichen Provinzen Thailands. Dort hat auch Thaksin seine Anhänger.

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