Hier möchte ich Ihnen Einblick geben mit kleinen Erlebnissen und
Geschichten aus meiner Zeit bei POLYGRAM und als Leiter der
Musikredaktion beim NDR in Kiel. Und auch ein paar private Seiten sind
dabei.


Zusammen mit Boudewijn de Groot. Das
Foto entstand 1989 vor dem NDR Funkhaus in Kiel. Boudewijn de Groot, der sich auch mit Vornamen nur Bo nennt, wurde am 20. Mai 1944 in dem japanischen Konzentrationslager "Tjideng" bei Batavia geboren. Seine Mutter stirbt 1945 in dem Lager. Nach Ende des Krieges gelingt seinem Vater die Rückkehr in die Niederlande.
Bereits 1951 verläßt sein Vater wieder die Niederlande und geht nach Indien.
Boudewijn de Groot wächst bei Verwandten auf.
1983 erschien eine deutschsprachige LP ('Bo de Groot', Mercury 812 725-1, 1983) mit sehr guten Texten von Jörg von Schenkendorff. Auf Anhieb gefiel mir diese deutsche LP. War ich doch schon vorher in meiner zeit bei PHILIPS zum de Groot-Fan geworden.
'Was vorbei ist, ist vorbei', 'Jimmy', 'Der alte Fluss', 'Ich fühle mich nicht mehr', 'Licht für Sekunden', 'Nun holt uns die Hölle', 'Der Schwimmer', 'Abflug', 'Ohne dich', 'Heut' ist kein Karneval'. Besonders der "Schwimmer" war für mich ein Ohrwurm.
Und doch war die Platte leider ein Flopp. Boudewijn de Groot soll darüber gesagt haben: "Die Platte wurde in einem Kölner Nachtclub präsentiert, wo die Stammkunden sich fragten, wer ich um Himmels willen war und was ich da machen wollte. Und es regnete auch noch." 

Sehr empfehlenswert; Doppelalbum von Boudewijn de Groot.
de Groot hat recht. Ich nahm auch an dieser Präsentation teil. Schlechter wurde wohl nie ein hochklasse Produkt vorgestellt. Nicht von de Groot, aber von seiner Plattenfirma.
Der Schwimmer
(De zwemmer)
Boudewijn de Groot / Ruud Engelander
Da schwimmt er nun ins Meer hinaus
gegen sich und die Zeit
und nur ein paar Gedanken nimmt er mit,
die Bilder der Vergangenheit.
Er weisst nicht was ihn erwartet
und hat doch keine Angst verloren zu sein.
Tief ist das Meer, endlos der Himmel.
Da draussen ist er ganz allein.

Boudewijn de Groot
Wie lange ist er schon geschwommen,
Minuten werden da zur Ewigkeit.
Und er hört immer noch Stimmen
von irgendwo am Strand, gar nicht weit.
Er wollte doch alles vergessen,
doch die Erinnerung wiegt manchmal schwer.
Er schaut sich um, ein wenig traurig,
die volle Kraft füllt er nicht mehr.
Ein Aufbruch so gans fernen Ufern
ist wie die Suchen nach den vergangen Zeit.
Und willst du sie immer erreichen,
das kalte Wasser ist der Wirklichkeit.
Da schwimmt er nun ins Meer hinaus
gegen sich und die Zeit.
Und nur ein paar Gedanken nimmt er mit,
die Bilder der Vergangenheit.