Hier möchte ich Ihnen Einblick geben mit kleinen Erlebnissen und
Geschichten aus meiner Zeit bei POLYGRAM und als Leiter der
Musikredaktion beim NDR in Kiel. Und auch ein paar private Seiten sind
dabei.


Hans Hartz Hans hat in diesem Jahr ein paar mal aus Frankfurt angerufen und immer wieder vereinbarten wir uns doch dringend mal zu treffen:
Und so trifft mich eine traurige Nachricht wie ein Blitz: Der Kumpel Hans ist tot.
Hans Hartz starb am letzten Tag des Monats November 2002 nach kurzer, schwerer Krankheit in Frankfurt. Nur 59 Jahre ist er alt geworden.
Seit 1981 kannten wir uns, haben uns oft in Husum -seiner Heimatstadt- getroffen oder er war bei uns in Bad Bramstedt.
"Die weißen Tauben sind müde" wurde sein Markenzeichen.
Nach diesem Erfolg kamen weitere Balladen dazu, die er mit seiner rauchigen Stimme zu wunderbaren Liedern machte. Bei einem Titel sangen Henning Voßkamp (SFB) und ich sogar im Chor mit. Chor ist eigentlich schon übertrieben, denn unsere Stimmen wurden so oft übereinandergespielt, dass daraus ein Chor wurde. Hans ließ uns als Geschenk davon eine Sonderpressung machen.


Autogramm von Hans Hartz.
Aufgewachsen hinter dem Deich bei Husum galten seine Gefühle immer dem Meer. Und so fuhr er zur See, arbeitete aber auch auf dem Bau, wenn das Geld nicht reichte, studierte Sozialpädagogik und unterhielt eine Zeit lang einen privaten Kindergarten in Husum.
Seine musikalischen Vorbilder waren Otis Redding und James Brown.
1982 kam für ihn der Durchbruch mit dem Titel "Die weißen Tauben sind müde". 1983 dann "Nur Steine leben lang" und 1985 "Musik aus der Ferne".
Dann noch einmal 1991 ein großer Erfolg mit dem Werbesong (BECK's): "Sail away".
2002 erschien sein letztes Album "Echt Hartzig"
Seine letzten Auftritten konnte man bei den Störtebecker-Festspielen auf Rügen erleben, wo viele begeisterte Zuschauer ihn feierten.
Sail away, Hans.


Hans Hartz 
Brief von Hans Hartz.
HANS HARTZ:
WIEDER AM ANFANG
Text/Musik: Christoph Busse
Wieder am Anfang, die Sonne brennt.
Wieder wie damals, nur das letzte Hemd.
Nichts ist geblieben, alles verbraucht.
Alles versoffen, alles verraucht
Sogar die echten Freunde gehen,
keiner will dich wieder sehn.
Unten ist unten tiefer geht’s nicht mehr.
Unten ist unten tiefer geht’s nicht mehr.
Wieder am Ende, im kalten Wind.
Wieder gestorben, ein hilfloses Kind.
Was bleibt ist die Hoffnung, auf den nächsten Tag.
Was bleibt ist das Leben, ist es noch so schwach.
Und du stehst im Morgenrot,
aber lieber wärst du tot.
Unten ist unten tiefer geht’s nicht mehr.
Unten ist unten tiefer geht’s nicht mehr.
Doch dann stehst du da und du lachst mich an.
Und du sagst he du da und ich denk eh man,
bin ich im Himmel, hab ich endlich bezahlt ?
Bin ich gestorben, bin ich schon kalt ?
Und dann nimmst du meine Hand
und du raubst mir den Verstand
Und dann ist es so wie fliegen, über die Wolken und noch höher.
Oben ist oben, höher geht’s nicht mehr.
Eiskalte Hände und ein leeres Bett
Für die neue Flasche war´s schon zu spät
Raus aus dem Zimmer, raus in die Nacht
Raus in den Regen, der´s noch schlimmer macht.
Und die Schritte schwer wie Blei
Und du wünscht es wär vorbei.
Unten ist unten tiefer geht’s nicht mehr.
Unten ist unten tiefer geht’s nicht mehr. 

Hans Hartz.
Doch dann stehst du da und du lachst mich an.
Und du sagst he du da und ich denk eh man,
bin ich im Himmel, hab ich endlich bezahlt ?
Bin ich gestorben, bin ich schon kalt ?
Und dann nimmst du meine Hand
und du raubst mir den Verstand
Und dann ist es so wie fliegen, über die Wolken und noch höher.
Oben ist oben, höher geht’s nicht mehr,
höher geht´s nicht mehr, höher geht´s nicht mehr.
"Die Musik aus der Ferne-Dacapos im Wind"
Text: Hans Hartz
Viertel vor sieben
sie haben's grad gebracht:
Irgendein Frieden kam über Nacht.
Ein Fleck auf dem Globus
eine Nadel im Heu
ein Silberstreif' Zukunft schwebte vorbei.
Ich trink' auf den Morgen
wie müd' ich auch bin
ein Auge. es lacht schon
das and're noch blind.
Die Musik aus der Ferne -
ich hör' sie so gern -
die Dacapos im Wind.
Ich hör' sie so gerne
wie schwach sie auch sind
immer wieder
immer wieder.
Konfetti am Himmel
Freudenfeuer bei Nacht
ich seh' sie so gerne
sind sie noch so schwach.
Und wenn wir uns lieben
dann sind wir schon zwei.
Und zwei sind ein Anfang
komm' hab' keine Scheu.
Laß' uns're Augen den and'ren nur seh'n
in Stunden der Stille dem Sturm widersteh'n.
Und lachen am Morgen
wie müd' wie auch sind
mit Schlaf in den Augen
ein bißchen blind. 

Hans Hartz
Die Musik aus der Ferne-
ich hör' sie so gern-
die Dacapos im Wind....
Die Musik aus der Ferne -
ich hör' sie so gern -
die Dacapos im Wind.
Ich hör' sie so gerne
wie schwach sie auch sind
immer wieder
immer wieder.
Die Meldung war kurz nur:
Ein Krieg ging vorbei
weiter unten im Süden
beginnen grad' zwei.
Die Musik aus der Ferne-
ich hör' sie so gern-
die Dacapos im Wind....
Musik aus der Ferne.
Ich hör' sie so gerne
wie schwach sie auch sind
immer wieder
immer wieder.