FDP - eine Partei in der Zerreißprobe [Audio]

(c) RBB Inforadio FDP-Generalsekretär Christian Lindner hat am Dienstag seinen Rücktritt erklärt - ohne konkrete Gründe zu nennen. Der frühere FDP-Innenminister Gerhart Baum forderte inzwischen den Rücktritt des gesamten FDP-Präsidiums, die Partei sei noch nie in solcher Lebensgefahr gewesen. Jürgen Koppelin, MdB und FDP-Mitglied im Haushaltsausschuss, bestreitet eine Existenzkrise.
In der FDP-Führung gibt es offenbar Kritik an dem Rückzug Lindners. Es handele sich um eine Art Fahnenflucht, hieß es in Parteikreisen.
Jürgen Koppelin, Mitglied des Bundestags und FDP-Mitglied im Haushaltsausschuss, bestritt im rbb-Inforadio, dass die FDP in einer existenzgefährdenden Situation ist. Der Mitgliederentscheid über die Euro-Rettung habe die Partei zwar in eine schwierige Situation gebracht, aber das Problem sie zu lösen. Andere Parteien wären auch in einer schwierigen Lage, wenn sie die Mitglieder über die Euro-Politik abstimmen ließen. Koppelin forderte, dass doe Parteien den Menschen schwierige politische Zusammenhänge besser erklären.
Der FDP-Politiker räumte ein, dass der Generationswechsel innerhalb der Partei nicht richtig funktioniert habe: "Die Verjüngungskur war zu radikal." Es habe die richtige Mischung aus jungen und älteren Politikern gefehlt.
Das Interview führte Irina Grabowski.
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